Dad's Root Beer
Klassisch amerikanisch, ausgewogen süß. Hier steht, warum es die Marke hier nicht gibt und was am nächsten drankommt.
Kurz geantwortet
Dad's Root Beer ist eine amerikanische Marke, die 1937 von Ely Klapman und Barney Berns im Keller eines Wohnhauses bei Chicago entwickelt wurde. Der Name geht auf Klapmans Vater zurück. Die Marke wuchs über lizenzierte Abfüller und gehört zu den bekanntesten Root-Beer-Namen der USA; in Deutschland ist sie nicht erhältlich.
- Seit
- 1937
- Herkunft
- Chicago
- Koffein
- nein
- In Deutschland
- nicht erhältlich
Statt Dad's
A&W Root Beer kommt am nächsten
Süß, viel Vanille, weiche Schaumkrone. Es ist nicht dasselbe — aber die einzige Marke mit vergleichbarem Profil, die in Deutschland dauerhaft erhältlich ist.
Zwei Geschäftspartner und ein Kellerlabor
Ely Klapman und Barney Berns mischten 1937 im Keller von Klapmans Haus in einem Vorort von Chicago so lange Wurzelsude, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren. Die Markenanmeldung folgte im September 1938, eingetragen wurde sie im Februar 1939.
Den Namen wählten sie zu Ehren von Klapmans Vater. Das war zugleich ein Werbeeinfall, der aufging: „Dad's Old Fashioned Root Beer“ verkaufte nicht nur ein Getränk, sondern eine Erinnerung an die Zeit, als Root Beer noch zu Hause angesetzt wurde.
Die Aufnahme in Chicago war ungewöhnlich gut, und schon 1939 vergaben die beiden Lizenzen an unabhängige Abfüller im Umland.
Warum das Franchise-Modell die Marke groß machte
Getränke sind schwer und bestehen zum größten Teil aus Wasser. Sie über weite Strecken zu transportieren war in den 1930er-Jahren wirtschaftlich unmöglich. Wer wachsen wollte, musste das Konzentrat verschicken und vor Ort abfüllen lassen.
Genau das taten Dad's — und A&W hatte es mit seinen Restaurants ähnlich gemacht. Beide Marken wurden dadurch landesweit bekannt, ohne je eine landesweite Fabrik zu besitzen.
Der Preis dafür zeigt sich heute: Die Marke gehört keinem Konzern, sondern wird von wechselnden Lizenznehmern abgefüllt. Für einen europäischen Vertrieb fehlt schlicht die Stelle, die ihn organisieren würde.
Alle Marken im Überblick — inklusive derer, nach denen man hier vergeblich sucht — stehen in der Markenübersicht. Wo es Root Beer in Deutschland überhaupt gibt, steht in der Kaufberatung.
Wenn du Dad's unbedingt probieren willst, bleibt der Direktimport. Mit einer eigenen US-Adresse lässt sich bei amerikanischen Händlern bestellen — bei Getränken wegen des Gewichts allerdings teuer. Ob sich das für dich rechnet, steht unter USA-Import; den Ablauf erklärt die Schritt-für-Schritt-Anleitung.