Mit Shipito in den USA bestellen — so läuft das ab
Die meisten US-Shops liefern nicht nach Europa. Ein Weiterleitungsdienst löst das: Du bekommst eine Adresse in den USA, bestellst dorthin und lässt weiterschicken. Hier steht, wie das Schritt für Schritt geht — und was es wirklich kostet.
Kurz geantwortet
Shipito ist ein Paketweiterleiter: Du erhältst kostenlos eine US-Adresse, lässt amerikanische Shops dorthin liefern und schickst die Sendung dann nach Deutschland weiter. Das Konto und die Adresse kosten nichts; pro Sendung fallen eine Bearbeitungsgebühr ab 2,25 $ und die Versandkosten an. Der eigentliche Vorteil entsteht, wenn du mehrere Bestellungen zu einer Sendung bündelst — für ein einzelnes Produkt lohnt sich der Weg selten.
- US-Adresse
- kostenlos
- Bearbeitung
- ab 2,25 $
- Lagerung frei
- 7–90 Tage
- Zollfreigrenze
- entfällt
Der Ablauf in fünf Schritten
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Die Anmeldung kostet nichts und dauert wenige Minuten. Danach hast du eine echte Postanschrift in den USA — inklusive einer persönlichen Suite-Nummer, an der deine Sendungen erkannt werden.
Zwei Lagerstandorte stehen zur Wahl. Oregon ist der interessante, weil dort keine US-Verkaufssteuer anfällt. Dieses Lager ist allerdings der Premium-Mitgliedschaft vorbehalten; mit dem kostenlosen Konto landest du in Kalifornien und zahlst die dortige Sales Tax mit.
Im US-Shop bestellen — mit deiner neuen Adresse
Du kaufst wie jeder Amerikaner: Warenkorb füllen, zur Kasse, als Lieferadresse deine Shipito-Adresse eintragen. Viele Shops, die nicht nach Europa liefern, haben damit kein Problem — für sie ist es eine ganz normale Inlandssendung.
Der häufigste Fehler passiert genau hier: Die Suite-Nummer vergessen. Ohne sie kann das Lager das Paket nicht zuordnen, und es liegt im schlimmsten Fall wochenlang herum. Trag sie in dieselbe Zeile wie die Straße ein, nicht in ein Zusatzfeld — manche Shop-Systeme schneiden Zusatzfelder ab.
Pakete im Lager sammeln und zusammenlegen
Sobald ein Paket ankommt, siehst du es in deinem Konto — mit Fotos, wenn du sie anforderst. Jetzt kommt der Punkt, an dem sich der Umweg rechnet: Mehrere Bestellungen lassen sich zu einer Sendung zusammenlegen.
Der Übersee-Versand ist der mit Abstand größte Kostenblock. Drei einzeln geschickte Pakete kosten ein Vielfaches von einem gebündelten. Wer den Dienst nur für eine einzige Bestellung nutzt, verschenkt seinen größten Vorteil.
Achte dabei auf die Freilagerzeit: Mit dem kostenlosen Konto sind es 7 Tage, mit Premium je nach Tarif 45 bis 90. Wer sammeln will, braucht die längere Frist — sonst frisst die Lagergebühr die Ersparnis wieder auf.
Versandart wählen und abschicken
Du wählst zwischen mehreren Transporteuren und Geschwindigkeiten. Die Spanne ist erheblich — zwischen der langsamsten und der schnellsten Option liegt oft mehr als das Doppelte.
Vor dem Absenden fällt eine Bearbeitungsgebühr an: 3,25 $ mit dem kostenlosen Konto, 2,25 $ mit Premium. Dazu kommt bei sehr schweren Sendungen ein Zuschlag. Diese Beträge sind der Stand von heute — verbindlich ist die Preisliste im Konto.
Rechne die Versandkosten vorher aus. Shipito hat dafür einen Rechner — und bei Getränken lohnt sich der Blick besonders, weil Flüssigkeiten schwer sind und das Gewicht den Preis bestimmt.
Einfuhrabgaben einplanen
Das ist der Schritt, den die meisten unterschätzen. Auf den Warenwert plus Versandkosten kommen Einfuhrabgaben obendrauf — sie sind kein Aufschlag auf den Warenwert allein.
Seit dem 1. Juli 2026 gilt eine neue Lage: Die frühere Zollfreigrenze von 150 € ist weggefallen. Für Sendungen bis 150 € Warenwert erhebt der Zoll jetzt eine Pauschale von 3 € je enthaltener Warenkategorie. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % (bei manchen Lebensmitteln 7 %) fällt davon unabhängig an — und zwar ab dem ersten Cent.
Gebühren und Fristen auf dieser Seite geben den Stand vom 6. August 2026 wieder. Sie können sich ändern — maßgeblich ist die Preisliste in deinem Konto.
Zum Dienst
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Das Konto und die Adresse sind kostenlos — Kosten entstehen erst, wenn du eine Sendung tatsächlich abschickst. Wer erst einmal sehen will, wie das Ganze aussieht, kann sich also ohne Risiko anmelden.
Kostenlose US-Adresse bei Shipito anlegenÜber diesen Link erhalten wir eine Provision, wenn du dich anmeldest. Für dich ändert sich dadurch nichts — weder am Preis noch an den Konditionen. Auf unsere Einschätzung hat die Provision keinen Einfluss; die Grenzen des Dienstes stehen unten.
Wann sich der Umweg rechnet — und wann nicht
Die Rechnung ist unromantisch. Zum Warenwert kommen Versandkosten über den Atlantik, eine Bearbeitungsgebühr, gegebenenfalls Sales Tax und am Ende die deutschen Einfuhrabgaben. Bei einem einzelnen Getränkekarton liegt der Endpreis damit regelmäßig über dem, was ein deutscher Importeur verlangt.
Es lohnt sich, wenn mindestens eines davon zutrifft:
- Du bestellst mehrere Dinge auf einmal und legst sie zusammen.
- Was du willst, gibt es in Deutschland gar nicht — etwa Barq's oder Mug.
- Der deutsche Aufpreis ist so hoch, dass er die Versandkosten übersteigt.
Es lohnt sich nicht für eine einzelne Dose, für schwere Flüssigkeiten in kleiner Menge und immer dann, wenn es die Ware hier ohnehin gibt. Was in Deutschland lieferbar ist, steht in unserer Kaufberatung — der Vergleich lohnt sich vor jeder Import-Entscheidung.
Was du nicht einführen darfst
Hier hört der Spaß auf, und zwar unabhängig vom Dienstleister: Fleisch- und Milchprodukte aus Nicht-EU-Staaten dürfen Privatpersonen nicht einführen — auch nicht per Post. Der Grund ist Tierseuchenvorsorge, und der Zoll setzt das durch.
Praktisch heißt das: Getränke sind unproblematisch. Bei Süßwaren kommt es auf die Zutaten an — Schokolade und Bonbons sind zulässig, solange sie keine Milcherzeugnisse enthalten. Genau daran scheitern aber viele amerikanische Klassiker: Hershey's, Reese's und ähnliche Riegel enthalten Milch.
Wer US-Süßwaren will, fährt deshalb mit einem deutschen Importeur nicht nur bequemer, sondern auch sicherer — der hat die Einfuhr bereits gewerblich abgewickelt.
Diese Angaben geben den Stand vom 6. August 2026 wieder und ersetzen keine Rechtsauskunft. Verbindlich ist, was der deutsche Zoll veröffentlicht.
Was Kritiker bemängeln
Wir empfehlen den Dienst, verschweigen aber nicht, was in Bewertungsportalen und Foren zu lesen ist. Die Kritik dreht sich vor allem um zwei Punkte: Schadensfälle, bei denen die Regulierung schleppend lief, und einen Support, der bei komplizierten Fällen als zäh beschrieben wird. Daneben stehen zehntausende reibungslose Sendungen — beides ist wahr.
Was du daraus machen solltest: Fotografiere den Wareneingang, prüfe die Versicherungsoption, bevor du Teures schickst, und fang mit einer kleinen Bestellung an, statt gleich für 300 € zu ordern. Das ist bei jedem Weiterleiter ein guter Rat, nicht nur bei diesem.