Stewart's Root Beer
Cremig, Rohrzucker, Glasflasche. Hier steht, warum es die Marke hier nicht gibt und was am nächsten drankommt.
Kurz geantwortet
Stewart's Root Beer stammt aus einem Root-Beer-Stand, den Frank Stewart 1924 in Mansfield, Ohio eröffnete. Es wird mit Rohrzucker statt Maissirup gesüßt und in der 355-ml-Glasflasche verkauft — der Grund für seinen Ruf als cremigster der großen Marken. In Deutschland ist es nicht erhältlich.
- Seit
- 1924
- Herkunft
- Mansfield
- Koffein
- nein
- In Deutschland
- nicht erhältlich
Statt Stewart's
Bundaberg Root Beer kommt am nächsten
Herber, sarsaparillabetont, weniger Zucker. Es ist nicht dasselbe — aber die einzige Marke mit vergleichbarem Profil, die in Deutschland dauerhaft erhältlich ist.
Warum Rohrzucker einen Unterschied macht
Auf dem Etikett steht „Made with Cane Sugar“, und das ist in den USA eine Ansage: Die großen Abfüller stellten in den 1980er-Jahren auf Maissirup um, weil er billiger ist. Stewart's blieb beim Rohrzucker.
Geschmacklich merkt man das an der Textur mehr als an der Süße — Rohrzucker wirkt runder und weniger klebrig im Nachklang. Zusammen mit der Glasflasche, die anders als Dose oder PET keinen Eigengeschmack abgibt, ergibt das den cremigsten Eindruck unter den großen Marken.
Die Flasche trägt „Since 1924“ als Prägung. Angefangen hat alles mit einem Root-Beer-Stand von Frank Stewart in Mansfield, Ohio — dieselbe Zeit, in der auch A&W von einem Stand zur Kette wurde.
In Deutschland: nicht erhältlich
Auf amazon.de gibt es kein Stewart's. Die Marke wird für Europa nicht abgefüllt, und Glasflaschen sind für Importeure die unattraktivste Ware überhaupt: schwer, bruchgefährdet, mit Pfandthematik.
Wer den Stil sucht — weniger süß, weniger künstlich, aus der Glasflasche —, kommt mit Bundaberg am nächsten heran. Das ist zwar sarsaparillabetont statt vanillecremig, teilt aber die entscheidenden Eigenschaften: Glasflasche, echter Zucker, kein Maissirup.
Wenn du in die USA reist
Stewart's steht in den meisten größeren Supermärkten, oft im Viererträger aus Pappe. Es lohnt sich, danach zu suchen: Die Glasflasche ist der Unterschied, den man bei Root Beer am deutlichsten schmeckt.
Für den Rückweg gilt dasselbe wie bei allen Getränken — im Reisegepäck unproblematisch, solange es beim Eigenbedarf bleibt. Wegen des Gewichts lohnt der Import aber selten.
Alle Marken im Überblick — inklusive derer, nach denen man hier vergeblich sucht — stehen in der Markenübersicht. Wo es Root Beer in Deutschland überhaupt gibt, steht in der Kaufberatung.
Wenn du Stewart's unbedingt probieren willst, bleibt der Direktimport. Mit einer eigenen US-Adresse lässt sich bei amerikanischen Händlern bestellen — bei Getränken wegen des Gewichts allerdings teuer. Ob sich das für dich rechnet, steht unter USA-Import; den Ablauf erklärt die Schritt-für-Schritt-Anleitung.