Root Beer Barrels — der Geschmack als Bonbon
Veröffentlicht am 04.08.2026
Kurz geantwortet
Root Beer Barrels sind fassförmige amerikanische Hartkaramellen, die nach Root Beer schmecken — nach Wintergrün, Vanille, Lakritz und Anis. Sie sind seit den 1930er-Jahren in den USA verbreitet und in Deutschland leichter erhältlich als das Getränk selbst.
Wer wissen will, ob ihm Root Beer schmeckt, muss keinen 24er-Karton bestellen. Es gibt eine deutlich kleinere Investition: eine Tüte Root Beer Barrels.
Was das eigentlich ist
Root Beer Barrels sind Hartkaramellen in Fassform, meist bernsteinfarben bis dunkelbraun, mit dem Aromaprofil des Getränks: Wintergrün vorne, Vanille in der Mitte, Lakritz und Anis im Nachklang.
Die Fassform ist kein Zufall. In den amerikanischen Diners der 1920er- und 1930er-Jahre wurde Root Beer aus Holzfässern gezapft — das Bonbon zitiert dieses Bild. In den USA gehören die Barrels seither zum festen Bestand der Süßwarenregale, ähnlich wie hier Pfefferminz-Drops.
Der Unterschied zum Getränk
Konzentrierter. Deutlich konzentrierter.
Im Getränk mildern Kohlensäure, Kälte und die Verdünnung die Wintergrün-Note. Beim Bonbon fällt all das weg: Was bleibt, ist das pure Aromaprofil, und das schmeckt für ungeübte Zungen zunächst noch medizinischer als das Getränk selbst.
Praktisch heißt das: Wer die Bonbons mag, wird das Getränk fast sicher mögen. Umgekehrt gilt das nicht — manche kommen mit dem Getränk gut zurecht und finden das Bonbon zu aufdringlich.
Als Test taugt es trotzdem, weil der Fehlbetrag klein ist. Eine Tüte kostet einen Bruchteil eines Getränkekartons, und du weißt nach zwei Bonbons, woran du bist. Mehr zum Aromaprofil steht unter wie schmeckt Root Beer.
Was drin ist
Zucker, Glukosesirup, Aromen, Farbstoff — bei den meisten Herstellern nicht mehr. Kein Koffein, kein Alkohol, keine Milchbestandteile. Die Marke Claey’s, eine der bekanntesten, stellt ihre Bonbons nach eigenen Angaben seit 1919 in Kupferkesseln her.
Ein Hinweis für Importware allgemein: Einzelne US-Süßwaren enthalten Farbstoffe, die in der EU nicht zugelassen sind. Seriöse Importeure führen deshalb nur Ware, die den hiesigen Vorgaben entspricht — bei den Barrels ist das in der Regel unproblematisch, weil sie ohnehin kaum gefärbt sind.
Warum sie hier leichter zu bekommen sind als das Getränk
Süßwaren sind für Importeure die deutlich einfachere Ware: lange haltbar, leicht, kein Pfand, keine Bruchgefahr. Ein Karton Dosen wiegt ein Vielfaches und muss kühl und aufrecht transportiert werden.
Deshalb findest du in deutschen US-Süßwaren-Shops fast immer Root Beer Barrels, das Getränk dagegen nur bei den größeren Anbietern. Was es sonst noch an amerikanischen Klassikern gibt, steht in der Übersicht der US-Süßigkeiten.
Und wenn der Test positiv ausfällt: Wo es das Getränk gibt, steht in der Kaufberatung.