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Ratgeber

Ist Root Beer dasselbe wie Malzbier?

Veröffentlicht am 04.08.2026

Kühlregal in einem US-Supermarkt mit A&W Root Beer und Diet A&W in 500-ml-Flaschen nebeneinander
Im amerikanischen Kühlregal steht Root Beer selbstverständlich neben Cola und Ginger Ale — Malzbier gibt es dort nicht.

Kurz geantwortet

Nein. Malzbier wird aus Getreidemalz gebraut und schmeckt brotig-süß, Root Beer entsteht aus Wurzeln und Gewürzen und schmeckt nach Lakritz, Vanille und Wintergrün. Beide sind dunkel, süß und alkoholfrei — das ist die ganze Gemeinsamkeit.

Die Verwechslung ist verständlich: Beide sind dunkel, beide sind süß, beide tragen „Bier” im Namen, ohne welches zu sein. Nur schmecken sie überhaupt nicht gleich.

Der Unterschied in einem Satz

Malzbier kommt aus dem Getreide, Root Beer aus der Wurzel.

Alles andere folgt daraus.

Malzbier: gebraut wie Bier, nur ohne Gärung

Malzbier — korrekt Malztrunk — entsteht aus Gerstenmalz, Wasser, Hopfen und Hefe. Der Brauprozess ist derselbe wie beim Bier, nur wird die Gärung unterbunden oder sehr früh gestoppt. Übrig bleibt der Malzzucker, der sonst zu Alkohol vergoren würde.

Der Geschmack ist entsprechend: brotig, karamellig, an geröstetes Getreide erinnernd. In Deutschland darf Malztrunk höchstens 0,5 Prozent Alkohol enthalten.

Root Beer: ein Aufguss aus dem Apothekerschrank

Root Beer hat mit Brauen im engeren Sinn nichts zu tun. Ursprünglich wurde die Wurzel des Sassafrasbaums mit weiteren Gewürzen aufgegossen, gesüßt und mit Hefe leicht angesetzt — daher der Name.

Heute steckt in den meisten Abfüllungen kein echter Sassafras mehr, sondern ein Aromaprofil aus Wintergrün, Vanille, Lakritz und Anis. Der Geschmack ist würzig und krautig, nicht getreidig. Wie das genau schmeckt, haben wir separat aufgeschrieben.

Die Gegenüberstellung

MalzbierRoot Beer
GrundstoffGerstenmalzWurzeln und Gewürze
Herstellunggebraut, Gärung gestopptaufgegossen und gesüßt
Geschmackbrotig, karamelligLakritz, Vanille, Wintergrün
Alkoholbis 0,5 % erlaubt0,0 %
HerkunftDeutschland und NordeuropaUSA, 19. Jahrhundert
Im deutschen Handelüberallpraktisch nirgends

Warum die Verwechslung trotzdem naheliegt

Beide besetzen dieselbe Nische: ein dunkles, süßes, alkoholfreies Getränk für Erwachsene, das nicht Limonade sein will. In den USA übernimmt Root Beer genau die Rolle, die Malzbier hier hat — nur mit einem völlig anderen Aromaprofil.

Wer also von Malzbier kommt und Root Beer probiert, erlebt keine Variation, sondern etwas grundsätzlich anderes. Das erklärt, warum die Reaktionen so eindeutig ausfallen: begeistert oder abgelehnt, selten dazwischen.

Und was ist mit Wurzelbier?

„Wurzelbier” ist schlicht die deutsche Übersetzung von Root Beer und taucht gelegentlich in älteren Texten auf. Ein eigenes Getränk verbirgt sich nicht dahinter.

Nächster Schritt

Root Beer in Deutschland kaufen

Welche Marken es hier gibt, welche Packung sich lohnt und was du im Supermarkt vergeblich suchst.

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Häufig gefragt

Ist Root Beer Malzbier?
Nein. Malzbier entsteht aus Getreidemalz, Root Beer aus Wurzeln und Gewürzen. Der Geschmack ist grundverschieden: Malzbier ist brotig-karamellig, Root Beer würzig nach Lakritz, Vanille und Wintergrün.
Was ist der Unterschied zwischen Root Beer und Malzbier?
Die Rohstoffe. Malzbier wird wie Bier gebraut, nur ohne nennenswerte Gärung, und schmeckt nach Getreide und Karamell. Root Beer wurde ursprünglich aus Sassafraswurzel angesetzt und schmeckt nach Gewürzen. Gemeinsam sind nur Farbe, Süße und der fehlende Alkohol.
Enthält Malzbier Alkohol?
In Deutschland darf Malztrunk maximal 0,5 Prozent Alkohol enthalten und gilt damit als alkoholfrei. Root Beer enthält gar keinen Alkohol.
Was ist dem deutschen Geschmack näher?
Malzbier, deutlich. Root Beer ist für die meisten Deutschen beim ersten Schluck fremd, weil das Wintergrün-Aroma hier mit Hustenbonbons verbunden wird.