IBC Root Beer
Kräftig, in der Glasflasche, Diner-Klassiker. Hier steht, warum es die Marke hier nicht gibt und was am nächsten drankommt.
Kurz geantwortet
IBC Root Beer wurde 1919 in St. Louis von der Independent Breweries Company gegründet — einem Brauereiverbund der Familie Griesedieck, dem die Prohibition das Biergeschäft nahm. Das Kürzel IBC steht bis heute für diesen Ursprung. Die Marke wird in Glasflaschen abgefüllt und ist in den USA breit gelistet, in Deutschland dagegen nicht erhältlich.
- Seit
- 1919
- Herkunft
- St. Louis
- Koffein
- nein
- In Deutschland
- nicht erhältlich
Statt IBC
Bundaberg Root Beer kommt am nächsten
Herber, sarsaparillabetont, weniger Zucker. Es ist nicht dasselbe — aber die einzige Marke mit vergleichbarem Profil, die in Deutschland dauerhaft erhältlich ist.
Eine Brauerei, die kein Bier mehr brauen durfte
1919 stand die amerikanische Brauwirtschaft vor dem Aus: Die Prohibition verbot die Herstellung alkoholischer Getränke. Für einen Brauereiverbund wie die Independent Breweries Company in St. Louis bedeutete das, entweder zu schließen oder etwas anderes herzustellen.
Die Familie Griesedieck entschied sich für Root Beer. Das Verfahren war verwandt — Wurzeln und Gewürze statt Malz und Hopfen —, die Anlagen ließen sich weiterverwenden, und die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen stieg sprunghaft.
Das Kürzel IBC blieb, obwohl der Name der Brauerei längst Geschichte ist. Es ist eine der wenigen Marken, deren Abkürzung noch auf ein Bierunternehmen verweist.
Warum die Glasflasche zur Marke gehört
IBC wird bis heute überwiegend in Glasflaschen mit langem Hals verkauft — dieselbe Bauform, die auch Stewart's und Baumeister nutzen. Das ist kein Zufall: Glas nimmt keine Aromen auf und gibt keine ab, während Aluminiumdosen innen beschichtet sind und der Kontakt den Geschmack leicht verändert.
Für Root Beer mit seinem komplexen Gewürzprofil macht das mehr aus als bei Cola. Amerikanische Verkoster ziehen Glas deshalb fast einhellig vor, und die Marken, die auf Glas setzen, positionieren sich damit bewusst hochwertiger.
Praktisch heißt das aber auch: mehr Gewicht, mehr Bruchrisiko, höhere Transportkosten. Für den europäischen Versand ist es die denkbar ungünstigste Verpackung.
Alle Marken im Überblick — inklusive derer, nach denen man hier vergeblich sucht — stehen in der Markenübersicht. Wo es Root Beer in Deutschland überhaupt gibt, steht in der Kaufberatung.
Wenn du IBC unbedingt probieren willst, bleibt der Direktimport. Mit einer eigenen US-Adresse lässt sich bei amerikanischen Händlern bestellen — bei Getränken wegen des Gewichts allerdings teuer. Ob sich das für dich rechnet, steht unter USA-Import; den Ablauf erklärt die Schritt-für-Schritt-Anleitung.