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Rezept

Root Beer Float — das Original in 5 Minuten

Veröffentlicht am 04.08.2026

Root Beer Float im hohen Glas mit Vanilleeis, Schaumkrone und rotem Strohhalm
Der Float ist der Klassiker der amerikanischen Soda Fountain: zwei Kugeln Vanilleeis, eiskalt aufgegossen.

Kurz gefasst

Ein Root Beer Float besteht aus zwei Kugeln Vanilleeis, über die eiskaltes Root Beer gegossen wird. Beim Kontakt bildet sich eine dichte Schaumkrone aus Milchfett und Kohlensäure. Erfunden 1893 von Frank Wisner in Colorado, heute der bekannteste Root-Beer-Klassiker.

Vorbereitung
5 Minuten
Ergibt
1 großes Glas

Zutaten

  • 330 ml Root Beer, sehr gut gekühlt (A&W oder Bundaberg)
  • 2 Kugeln Vanilleeis (ca. 120 g), möglichst cremig
  • 1 großes Glas (mind. 500 ml Fassungsvermögen)
  • Optional: Schlagsahne und eine Cocktailkirsche

Zubereitung

  1. 1

    Glas vorkühlen

    Das Glas 10 Minuten ins Gefrierfach stellen. Das klingt nach Detailverliebtheit, ist aber der Unterschied zwischen einer Schaumkrone, die steht, und einer, die nach 30 Sekunden zusammenfällt.

  2. 2

    Eis einsetzen

    Zwei Kugeln Vanilleeis ins Glas geben. Nicht andrücken — die Zwischenräume brauchst du gleich, damit das Root Beer nach unten läuft, statt oben überzuschäumen.

  3. 3

    Langsam aufgießen

    Das Root Beer schräg am Glasrand entlang aufgießen, nicht mittig aufs Eis. Etwa ein Drittel eingießen, 20 Sekunden warten, bis der erste Schaum fällt, dann den Rest nachgeben. Das ist der ganze Trick gegen den Überlauf.

  4. 4

    Sofort servieren

    Löffel und Strohhalm dazu, direkt servieren. Ein Float wartet nicht: Nach etwa fünf Minuten ist das Eis geschmolzen und aus dem Getränk wird eine süße Pfütze.

Der Root Beer Float ist kein Rezept im eigentlichen Sinne — es sind zwei Zutaten und eine Reihenfolge. Trotzdem geht er erstaunlich oft schief, und zwar immer auf dieselbe Weise: Das Glas läuft über, und was übrig bleibt, ist lauwarm.

Warum der Float funktioniert

Root Beer ist würzig, süß und hat eine deutliche Wintergrün-Note — für viele deutsche Zungen beim ersten Schluck zu medizinisch. Das Milchfett im Vanilleeis nimmt genau dieser Note die Spitze. Es bindet die ätherischen Aromen, und übrig bleibt der Vanille-Karamell-Teil.

Deshalb ist der Float für viele der Einstieg, der alles ändert: Wer Root Beer pur nicht mochte, mag es im Float oft trotzdem.

Die Schaumkrone ist der Punkt

Was im Glas passiert, ist simple Physik. Kohlensäure löst sich beim Kontakt mit dem Eis schlagartig, die Bläschen werden vom Milchfett stabilisiert, und es entsteht ein dichter Schaum, der deutlich länger hält als bei Cola.

Der Schaum ist nicht Beiwerk, sondern der Grund, warum man den Float mit dem Löffel isst und nicht nur mit dem Strohhalm trinkt.

Varianten, die sich lohnen

Black Cow. Der ursprüngliche Name — und in manchen Gegenden der USA die Variante mit Schokoladeneis statt Vanille.

Boston Cooler. Mit Vernors Ginger Ale statt Root Beer. In Deutschland schwer zu bekommen, aber mit kräftigem Ginger Ale nachbaubar.

Float mit Bundaberg. Wer amerikanisches Root Beer zu süß findet, nimmt die australische Marke. Deutlich herber, mit erkennbarer Sarsaparilla-Würze.

Drei Varianten für die Eismaschine und den Mixer

Aus dem Rezeptbestand dieser Seite, auf deutsche Maße umgerechnet.

Eiscreme. 2 Eier schaumig schlagen, 150 g Zucker einrieseln lassen, 480 ml Sahne und 240 ml Vollmilch unterrühren, dazu 1 TL Vanille- und ¾ TL Root-Beer-Extrakt. In die Eismaschine. Ohne Maschine alle 30 Minuten durchrühren, bis sie fest ist.

Shake. 480 ml Milch, 3 große Kugeln Vanilleeis, 125 g Joghurt und 2 TL Extrakt im Mixer. Dicker als ein Float und ohne Schaumkrone — dafür in einer Minute fertig.

Gefrorener Joghurt mit Root-Beer-Sauce. 600 ml Root Beer mit 2 TL Maisstärke einkochen, das ergibt die Sauce. Für den Joghurt 540 ml kalte Vollmilch, 2 EL Agavendicksaft, 1 Päckchen Gelatine, 360 g fettarmen Joghurt und 1½ TL Vanilleextrakt verrühren und gefrieren lassen. Die deutlich leichtere Variante zum Float.

Der Fehler, den fast alle machen

Zimmerwarmes Root Beer. Es funktioniert trotzdem, schmeckt aber spürbar süßer, und die Wintergrün-Note tritt stärker hervor. Die Dose gehört mindestens vier Stunden vorher in den Kühlschrank — nicht 20 Minuten ins Gefrierfach, das gibt Eiskristalle und flachen Schaum.

Welche Marken es in Deutschland überhaupt gibt und welche Packung sich lohnt, steht in der Kaufberatung. Wenn du weiter in die Küche willst: Beim Einkochen wird aus demselben Getränk eine BBQ-Sauce, die kaum jemand hier kennt.

Häufig gefragt

Welches Eis passt am besten in einen Root Beer Float?
Klassisches Vanilleeis mit hohem Milchfettanteil. Je cremiger das Eis, desto dichter die Schaumkrone. Sorbet und fettarmes Eis funktionieren nicht — ohne Milchfett entsteht kein stabiler Schaum.
Warum schäumt mein Root Beer Float über?
Weil zu schnell und mittig aufs Eis gegossen wurde. Gieße schräg am Glasrand entlang, mache nach einem Drittel eine Pause von 20 Sekunden und fülle dann erst auf. Ein vorgekühltes Glas hilft zusätzlich.
Welches Root Beer eignet sich für einen Float?
A&W, wenn du das klassisch süße amerikanische Profil willst — die Vanillenote passt zum Eis. Bundaberg, wenn dir das zu süß ist: Die australische Marke ist herber und bringt mehr Sarsaparilla-Würze gegen die Sahne.
Kann man einen Float mit zuckerfreiem Root Beer machen?
Ja. A&W Diet funktioniert genauso, die Schaumkrone wird nur etwas weniger dicht, weil der Zucker fehlt. Geschmacklich fällt der Unterschied im Float weniger auf als beim puren Trinken.
Wer hat den Root Beer Float erfunden?
Frank Wisner, Betreiber der Cripple Creek Brewing Company in Colorado, im Jahr 1893. Der Legende nach brachten ihn schneebedeckte Berggipfel im Mondlicht auf die Idee, Vanilleeis in sein Root Beer zu geben. Er nannte das Getränk zunächst „Black Cow“.