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Rezept

Root-Beer-Kekse mit Zuckerguss

Veröffentlicht am 22.08.2018 · aktualisiert am 04.08.2026

Hellbraune Root-Beer-Bonbons in Fassform in einem weißen Schälchen, daneben gelbe Bonbons
Dieselbe Gewürzmischung, andere Form: Root-Beer-Bonbons liefern das Aroma, das auch die Kekse trägt.

Kurz gefasst

Root-Beer-Kekse sind weiche amerikanische Kekse, deren Aroma aus Root-Beer-Extrakt statt aus dem Getränk kommt. Der Extrakt ist stark konzentriert; zwei Teelöffel reichen für etwa 30 Kekse. Der Zuckerguss wird mit demselben Extrakt aromatisiert.

Vorbereitung
20 Minuten
Zubereitung
12 Minuten
Ergibt
ca. 30 Kekse

Zutaten

  • 115 g weiche Butter
  • 200 g brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 60 ml Milch
  • 2 TL flüssiger Root-Beer-Extrakt
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Mehl (Type 405)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Für den Guss: 250 g Puderzucker
  • Für den Guss: 75 g weiche Butter
  • Für den Guss: 1 TL Root-Beer-Extrakt
  • Für den Guss: 3–4 EL Sahne

Zubereitung

  1. 1

    Butter und Zucker schaumig rühren

    Die weiche Butter mit dem braunen Zucker hell und schaumig aufschlagen — das dauert mit dem Handrührgerät etwa drei Minuten. Kalte Butter funktioniert nicht; sie muss Zimmertemperatur haben.

  2. 2

    Feuchte Zutaten dazu

    Ei, Milch, Vanillezucker und den Root-Beer-Extrakt unterrühren. Die Masse kann kurz gerinnen wirken, das gleicht sich beim Mehl wieder aus.

  3. 3

    Mehl unterheben

    Mehl, Backpulver und Salz mischen und nur so lange unterheben, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Wer weiterrührt, bekommt zähe statt weiche Kekse.

  4. 4

    Backen

    Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit zwei Teelöffeln walnussgroße Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit reichlich Abstand — sie laufen breit. 10 bis 12 Minuten backen; die Ränder sollen fest, die Mitte noch weich sein.

  5. 5

    Auskühlen lassen

    Auf dem Blech zwei Minuten anziehen lassen, dann auf ein Gitter setzen. Vollständig auskühlen lassen, sonst zieht der Guss ein statt aufzuliegen.

  6. 6

    Guss anrühren und auftragen

    Butter mit Puderzucker cremig rühren, Extrakt und Sahne einarbeiten, bis der Guss dickflüssig vom Löffel läuft. Auf die kalten Kekse streichen und antrocknen lassen.

Dieses Rezept stammt aus dem alten Bestand dieser Seite und war ursprünglich in amerikanischen Maßen notiert — Tassen, halbe Tassen, Viertelbecher. Wir haben es auf Gramm und Milliliter umgerechnet und die Reihenfolge korrigiert, weil Teig und Guss vorher in einer einzigen Liste standen.

Warum Extrakt und nicht das Getränk

Root Beer besteht zu über 90 Prozent aus Wasser. Wer es in einen Keksteig gibt, verändert vor allem die Konsistenz — vom Geschmack bleibt nach zwölf Minuten bei 180 °C fast nichts übrig.

Der Extrakt ist das Aromakonzentrat ohne Wasser und Zucker. Zwei Teelöffel reichen für ein ganzes Blech. Genau deshalb ist er in Deutschland auch die einfachere Beschaffung: Aroma darf man importieren wie jedes andere Backaroma, während das Getränk als Lebensmittel gehandelt wird.

Der Fehler, der jeden Keks ruiniert

Zu lange rühren, nachdem das Mehl im Teig ist. Dabei entsteht Gluten, und aus weichen Keksen werden zähe Scheiben. Sobald kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist, hörst du auf — auch wenn der Teig noch ungleichmäßig aussieht.

Der zweite Fehler ist Ungeduld beim Guss. Auf warme Kekse aufgetragen zieht er ein und verschwindet. Die Kekse müssen vollständig kalt sein.

Drei Varianten aus derselben Flasche

Der Extrakt trägt mehr als nur Kekse. Alle drei Varianten stammen aus dem Rezeptbestand dieser Seite und sind hier auf deutsche Maße umgerechnet.

Cupcakes. 170 g weiche Butter, 300 g Mehl, 300 g Zucker, ½ Päckchen Backpulver, 1 TL Extrakt, 240 ml Root Beer, 1 Prise Salz, ½ Päckchen Vanillezucker. 15 bis 20 Minuten bei 180 °C. Fürs Frosting 230 g weiche Butter mit 360 g Puderzucker aufschlagen, 3 EL Root Beer und 1 TL Extrakt einarbeiten. Hier funktioniert das Getränk im Teig — anders als bei den Keksen, weil der Rührteig die Flüssigkeit verträgt.

Muffins mit Kakao. 60 g Mehl, 2 EL Kakao, ½ TL Backpulver, ¼ TL Salz, 1 Prise Zimt, 1 Ei, 60 ml Schlagsahne, 60 g geschmolzene Butter, 1 TL Extrakt, 1 EL Sauerrahm, 4 EL Root Beer. Der Kakao nimmt der Wintergrün-Note die Spitze — das ist die zugänglichste Variante für Skeptiker.

Karamellen. 200 g brauner und 200 g weißer Zucker, 230 g ungesalzene Butter, 400 ml gezuckerte Kondensmilch, 300 ml Glukosesirup, 2 EL Sahne, je 1½ TL Vanille- und Root-Beer-Extrakt. Alles außer den Extrakten unter Rühren aufkochen und auf 115 °C bringen — ohne Zuckerthermometer wird das nichts. Erst vom Herd die Extrakte einrühren.

Wenn dir das Aroma gefällt

Derselbe Extrakt trägt auch Cupcakes, Karamellen und Eiscreme — und er ist der Weg, Root Beer selbst anzusetzen, wenn keine Dose greifbar ist.

Wer lieber beim Getränk bleibt: Der Root Beer Float braucht fünf Minuten, und aus derselben Dose wird beim Einkochen eine BBQ-Sauce.

Häufig gefragt

Kann ich statt Root-Beer-Extrakt das Getränk verwenden?
Für die Kekse nicht. Das Getränk ist zu dünn — die Flüssigkeitsmenge würde den Teig ruinieren, und das Aroma wäre nach dem Backen kaum wahrnehmbar. Der Extrakt ist um ein Vielfaches konzentrierter. Für Kuchen und Cupcakes, die mehr Flüssigkeit vertragen, funktioniert das Getränk dagegen.
Wo bekomme ich Root-Beer-Extrakt in Deutschland?
Online. Aromatropfen und Backextrakte mit Root-Beer-Geschmack sind hier deutlich leichter zu bekommen als das fertige Getränk, weil sie als Aroma und nicht als Lebensmittelimport gehandelt werden.
Wie viel Extrakt braucht man?
Zwei Teelöffel für den Teig, einer für den Guss — das reicht für rund 30 Kekse. Mehr macht es nicht besser: Root-Beer-Extrakt kippt bei Überdosierung ins Medizinische.
Warum werden meine Kekse hart?
Meist wurde nach dem Mehl zu lange gerührt oder zu lange gebacken. Die Kekse sollen aus dem Ofen kommen, wenn die Mitte noch weich aussieht — sie ziehen auf dem Blech nach.
Wie lange halten die Kekse?
In einer Blechdose etwa eine Woche. Mit Zuckerguss sollten die Lagen mit Backpapier getrennt werden, sonst kleben sie zusammen.